Besuch aus Pfinztal-Söllingen

Wer kennt es nicht. Da freut man sich monatelang auf einen Termin, ein Ereignis und wartet ungeduldig , bis es heran gekommen ist. Kaum ist dann der Tag dieses Ereignisses gekommen, da verging die Zeit wie im Fluge.

So geschehen war es auch mit dem Besuch unserer Geschwister aus der "Schuhkarton"-Gemeinde Pfinztal-Söllingen. Wie lange liefen schon die Vorbereitungen, wie lange freute man sich schon auf diesen Tag, besser dieses Wochenende. 

Am 28.09.2018 reisten die Lieben dann an. Allerdings nicht geschlossen, so muss man es sagen. Sehr zur Überraschung und Freude der Gemeinde hatten 6 Geschwister die Woche vorher genutzt, um den Norden Deutschlands etwas genauer zu erkunden und der Heide sowie Hamburg einen Besuch zu widmen. 

Am Freitag reisten dann auch noch die restlichen Geschwister an und wurden abends in der Gemeinde empfangen. Dazu war der Kirchensaal umgereimt worden. Dank der sich dort befindlichen Stühle war es möglich, mehrere Tische aufzustellen und die Stühle darum herum zu verteilen, so dass jeder gemütlich einen Platz fand. Das Licht wurde gedimmt, Kerzen auf den Tischen verteilt und so eine heimelige Stimmung erzeugt.

Der Samstag stand im Zeichen des Besuchs der schönsten Stadt der Welt (wie es der Bezirksälteste Wolfgang Hausmann beim letzten Besuch der Lieben aus Pfinztal-Söllingen sagte), Hamburg. Man traf sich morgens am Hotel der Geschwister und gemeinsam fuhr man nach Hamburg hinein in Richtung alter Elbtunnel. Vorher wurde die Köhlbrandbrücke überquert und so ein Blick über den umfangreichen Hafenbereich sowie Hamburg selbst gegeben. 

Am alten Elbtunnel eingetroffen hatte man, da man wegen der guten Verkehrslage zügig das Ziel erreicht hatte, noch ein wenig Zeit um vom Aussichtspunkt Steinwerder ein wenig die erwachende Stadt Hamburg zu beobachten. Schon hier kündigte sich an, was einen Großteil des Tages anhalten sollte, die Sonne kämpfte sich durch die Wolken und tauchte die Elbe in ein Glitzern. 

Gegen zehn Uhr landete dann die Barkasse "St. Pauli" am Linienanlager Steinwerder um alle zu einer großen Rundfahrt aufzunehmen. Es ging hinaus Richtung Westen, der Mündung entgegen. Vorbei am Kreuzfahrtterminal Altona und den Stränden der Elbe. Die lustige und fachkundigen Erklärungen des Kapitäns brachte allen das Gesehene auf unterhaltsame Weise näher. Der Reise ging, nach einer Wende, weiter Richtung Osten an den großen Verladebrücken des Hafens vorbei hinein in den Köhlbrand und unter der gleichnamigen Brücke hindurch. Unter einem der größten Containerschiffe der Welt, welches gerade in Hamburg zur Beladung lag, fuhr der Kapitän fast unterdurch, weiter zum Kreuzfahrtterminal Steinwerder, an welchem die große AidaPerla lag. Danach ging es quer über die Elbe in die Hamburger Hafencity und ein wenig durch die Kanäle, vorbei an den alten Kontorhäusern Richtung Linienanleger Elbphilharmonie, vorher noch den Kreuzfahrtterminal Hafencity passierend, an welchem das dritte Kreuzfahrtschiff lag.

Nächstes Ziel war die Elbphilharmonie. Über die 82 Meter lange Rolltreppe, die längste Rolltreppe in Westeuropa und die einzige weltweit, welche einen Bogen beschreibt, ging es hinauf auf die Plaza, von wo aus man einen herrlichen Blick über die Stadt Hamburg mit ihrem Hafen hat. Auch das Wetter spielte mit. Der Himmel erstrahlte in einem leuchtenden Blau.

Weiter ging es in Richtung Landungsbrücken mit Ziel Brücke 10 und gleichnahmigen Imbiss zum Verzehr von Fischbrötchen. Nach einer kurzen Pause machte man sich auf in Richtung Buchholz, zu Fuß unter der Elbe durch, den alten Elbtunnel passierend. Es war ein Erlebnis einmal den Fahrstuhl zu nehmen, welcher sonst von den Autos genutzt wird. 

In Kolonne ging es wieder zurück nach Dibbersen, um unsere Gäste am Hotel abzusetzen. 

Um 18:30 Uhr gab es dann in der Gemeinde ein kleines Gemeindefest mit den Geschwistern aus Pfinztal-Söllingen. Der Kirchenraum war, wie am Vorabend, wieder in der heimeligen Stimmung hergerichtet, zwei Laserlampen erzeugten einen Sternenhimmel aus roten und grünen Punkten. Es gab leckeres, selbst zubereitetes Essen. Grünkohl mit Mettenden und Kassler und Sauerkraut mit Schweinefleisch. Dazu noch jede Menge Beilagen und einen leckeren Nachtisch.

Der Sonntag stand im Zeichen des gemeinsamen Gottesdienstes, durchgeführt vom Vorsteher, Priester Uwe Jacob. Anschließend gab es noch Brunch, damit die Geschwister sich wohl gestärkt auf den langen Rückweg in ihre Heimat machen konnten. Für die Wegzehrung war auch gesagt. Kleine Tütchen waren gepackt mit Obst, Schokolade und leckeren Marmeladen und, zur Erinnerung an die Nordheide, mit Heidekraut.