Apostel Dirk Schulz in Winsen/Luhe

Apostel Dirk Schulz besuchte die Gemeinde Winsen/Luhe am Mittwochabend, 14. November. In seiner Begleitung waren der Bezirksevangelist Frank Freisleben und einige Gemeindevorsteher aus dem Bezirk. Apostel Schulz legte dem Gottesdienst ein Bibelwort aus Hebräer 13,1–3 zugrunde: »Bleibt fest in der brüderlichen Liebe. Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt. Denkt an die Gefangenen, als wärt ihr Mitgefangene, und an die Misshandelten, weil ihr auch noch im Leibe lebt.«

In seiner Predigt ging der Apostel auf die wesentlichen Punkte des vorgelesenen Bibelwortes ein. Die Gastfreiheit war in damaliger Zeit ein selbstverständ - liches Merkmal der Gemeinden. Reisende Glaubensgeschwister wurden in den Familien der Gemeinden aufgenommen und versorgt. Aber auch gegenüber Fremden war die Gastfreundschaft ein wesentliches Merkmal der Gesellschaft. Der Schreiber des Hebräerbriefes hatte vielleicht aber Sorge, dass diese Gastfreiheit ein wenig abzuflachen begann. Darum ermahnte er die Gemeinde, darin nicht nachlässig zu werden – zumal damit ohne ihr Wissen auch Engel beherbergt werden könnten. Als Beispiel führte der Apostel Abraham an, der die drei Wanderer als Gottgesandte in sein Zelt bat…

Das Gedenken an Gefangene in dem Bibelvers drückt die Verfolgung der Christen durch die damals Herrschenden aus. Jene, die in Gefängnissen einsaßen, wurden sehr oft gar nicht verpflegt. Die Versorgung mit Lebensmitteln oblag den Angehörigen oder den Gemeindemitgliedern. Die Gläubigen sollten sich gedanklich in die Lage der Inhaftierten versetzen, als wären sie Mitgefangene. So mancher Mensch ist auch heute in seiner Gedankenwelt gefangen und sieht für sich keinen Ausweg auf Veränderung. Die damaligen Christen wurden wegen ihres Glaubens verfolgt und misshandelt. Dies geschieht in manchen Gegenden auf der Erde auch heute noch. Der Apostel führte in diesem Zusammenhang das Gleichnis vom barmherzigen Samariter an: Dieser behandelte den Schwerverletzten und sorgte für ihn auch nachhaltig, indem er dem Wirt Geld gab, um den Kranken weiter zu versorgen. Ja – er wollte, wenn er zurückkehren würde, auch den fehlenden Betrag begleichen, falls das Geld nicht reichen würde.

Evangelist Olaf Kaufmann ergänzte das Dienen des Apostels.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls nahm Apostel Schulz noch eine Personalveränderung in der Gemeinde vor. Er versetzte den Diakon Edgar Lutter mit liebevollen und wohlwollenden Worten in den Ruhestand. Diakon Lutter war in diesem Monat fast genau 30 Jahre im Amt tätig. Viele Jahre war er als Religionslehrer tätig.

Als neuen Diakon ordinierte der Apostel Bruder Jens Bardowicks. Diakon Bardowicks wurde erst im letzten Jahr in die Gemeinde aufgenommen und versiegelt.

Die Gemeindemitglieder dankten am Ende des Gottesdienstes ihrem Diakon Lutter für die jahrzehntelange Treue und freuten sich gleichermaßen für den neuen Diakon Bardowicks.

Insgesamt nahmen an diesem Gottesdienst 102 Personen teil, davon waren neun Urlauber und ein Gast.